Die Frage stellt sich… mittlerweile in ganz Deutschland. Wenn man bis zu 50% und mehr seines Einkommens für die Miete ausgibt, gibt es ein Problem. Daher das neue Plakat der W-V-L, die leistbaren Wohnraum auf EU-Ebene durchsetzen will.

Die Wohnraum-Verteidigungs-Liga (W-V-L) ist eine Wählergemeinschaft, die zu den EU Parlamentswahlen am 26.5.2019 antreten will.

Die Ziele die W-V-L
Bundesweit und auf EU-Ebene die Interessen von Mietern zu vertreten und das Recht auf leistbaren Wohnraum in der EU-Sozialcharta zu verankern. Von diesem Grundsatz leiten sich unsere weiteren Forderungen ab.

In der 4.größten Wirtschaftsnation der Welt herrscht Wohnungsnot

In Deutschland herrscht momentan eine akute Wohnkrise. Studenten, Rentner, Alleinerziehende, aber auch Normalverdiener können sich Wohnraum in Städten nicht mehr leisten. Viele geben bis zu 50% ihres Einkommens für ihr zu Hause aus, über eine Milllion Haushalte leben nach Abzug der Miete mit weniger als Harz IV.

Mieten rasant gestiegen, Einkommen dafür kaum
In den letzten 10 Jahren sind die Mieten im Schnitt um 60% gestiegen, in Berlin sogar um 80%. Die Reallöhne der Durchschnittsverdiener sind dagegen um maximal 15% gestiegen. Nach Abzug der Inflation haben sich Einkommen kaum oder gar nicht erhöht.

Der Immobiliensektor verdient an der Wohnungsnot
Gleichzeitig verdient die Immobilienwirtschaft Milliarden. Gab es 1992 noch knapp 3 Millionen Sozialwohnungen, so sind es heute etwas über eine Million. Die Bundesregierung will zwar bis 2021 fünf Milliarden Euro für Sozialwohnungen ausgeben: Viel zu wenig um den Rückstand um Neubau aufzuholen.

Währenddessen fahren die großen Wohnkonzerne (Vonovia, Deutsche Wohnen, LEG) jährlich Gewinne von über drei Milliarden Euro ein. Größtenteils mit Wohnungen, die mal Sozialwohnungen waren. Investoren machen satte Gewinne, weil sie Wohnraum als Ware ansehen und Mieter rein als Einkommensquellen.

Deutschlandweit fehlen 1,9 Millionen Wohnungen
Es wird bei weitem nicht genug gebaut, um den Wohnungsmarkt zu entspannen. Und wenn gebaut wird, dann am Bedarf vorbei: überwiegend Eigentums- oder hochpreisige Wohnungen. Nur damit kann man die hohen Boden- und Baukosten finanzieren.

Die Wohnraum-Verteidigungs-Liga fordert:
– Mieterschutzgesetze, die tatsächlich Mieter schützen
– Neubau massiv vorantreiben und leistbaren Wohnraum schaffen
– Aufstockung der Behörden, damit sie die Kapazitäten haben, Mieter zu schützen
– Soziale Regelungen, um sozial schwache Mieter zu beschützen
– Zwangsräumungen in der kalten Jahreszeit aussetzen wie in Frankreich z.B.
– alternative Wohnformen fördern, die nicht auf Profitmaximierung ausgelegt sind: Genossenschaften, Wohnprojekte, Zugang zu leistbaren Wohneigentum

Wie will die Wohnraum-Verteidigungs-Liga das erreichen?
EU-Abgeordnete können einiges bewirken. Mit ihren Teams können sie die Mieter und Mieterinitiativen bundesweit vernetzen, um sie zu unterstützen und ihnen eine starke Stimme zu geben. Auf EU-Ebene will sie sich mit anderen Mieterorganisationen Europas vereinen, um Einfluss auf Politik und Gesetzgebung auszuüben. Das Recht auf leistbares Wohnen soll in der EU-Sozialcharta verankert werden.

Interessensvertretung für Mieter bundesweit und auf EU-Ebene
Alle Industriezweige haben Lobbies, nur Mieter nicht. Würden sich alle Mieter in einer Organisation vereinen, wäre sie die größte Organisation Deutschlands. Die W-V-L will für die Interessen der Mieter kämpfen, damit das Lösen der Wohnkrise die Priorität der Politik wird. Allein über die Schaffung von Öffentlichkeit lässt sich viel erreichen: Die Wohnungsnot muss das wichtigste Thema werden.

Warum wir Hilfe brauchen
Der Bundeswahlleiter hat am 13.2.2019 die Wählergemeinschaft Wohnraum-Verteidigungs-Liga zur Prüfung zugelassen. Das bedeutet, dass wir jetzt 4000 Unterschriften von deutschen und EU-Bürgern sammeln müssen. Jetzt der Knackpunkt: das muss bis zum 4.3.2019 geschehen.

Die Unterschriften dürfen nicht online, nur auf Papier gesammelt werden. Zusätzliche Hürde: Jede der 4000 Unterschriften muss von der lokalen Wahlbehörde geprüft werden.

Mit 100 Helfern schaffen wir das
Das können wir mit einem Team von 100 Leuten erreichen. Wenn jeder der Sammler 40 bis 50 Unterschiften sammelt ist es in der kurzen Zeit machbar.

Deswegen: unterstützt uns!
Damit die W-V-L zu den EU-Wahlen antreten kann. Mit 210.000 Stimmen in ganz Deutschland ist ein Sitz im EU-Parlament erreichbar.

Gegenleistung
Da wir eine frisch gegründete Organisation sind, können wir leider nichts zahlen. Wenn wir aber ein EU-Mandat erhalten, können wir allen Wahlhelfer im Laufe der 5 Jahre des Mandats nach Brüssel einladen.