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Von Sandwiches und Menschen

Man denkt ja immer, man ist als Mensch auf die Welt gekommen und wird sie als Mensch verlassen. Dazwischen, so die Annahme, ist man die ganze Zeit Mensch. Das ist leider falsch laut einer US-Studie die wir leider verlegt haben. Die war aber sehr gut und hatte noch dazu viele Bilder. Was will man mehr.

Das Streben des Menschs, das Mensch-Sein zu verlassen ist so stark ausgeprägt, dass viele bereit sind auch negativ besetzte Formen anzunehmen. Manche werden zu Schweinen, andere zu Engeln, weitere Häschen und einige schrecken sogar nicht davor zurück, Ä… zu werden. Schweine und Engel haben wenigstens Beine und Flügel um sich fortzubewegen, wie Ä… durch die Welt kommen ist eine nicht geklärte Frage. Auf jeden Fall bewegen sie sich, da man ihrer Spur der Verwüstung folgen kann. Immer der Nase nach…

Wenn man sich für eine Sachne ist eine Möglichkeit, ein Sandwich zu werden. Sandwiches sind laut US-Studien keine Menschen, diese Studien haben wir aber leider bei einem Süd-Amerika Aufenthalt im Hostel liegengelassen. Wer vor Neugierde brennt kann auf gut Glück in die Anden reisen, im Hostel La Juventud bei Macchu-Piccu wird er vielleicht fündig.

Wir von der W-V-L haben uns für die klassische Variante entschieden: Zwei Plakate, vier Gummibänder, durchs einfache hineinschlüpfen wird man zum Sandwich. Hierzulande Stulle. Vielleicht sollte man, um etwas hipper daher zu kommen, sich in ein Wrap oder ein Burrito verwandeln. Aber das würde heißen, sich in ein Transparent zu wickeln, man müsste also wie angewurzelt stehen, was vielleicht aber als stiller Protest gedeutet würde. Müsste man mal ausprobieren.

Aber wir verlieren das Thema Mensch-Sein aus den Augen, vor lauter Sandwiches. Das definiert man ja durch das humane Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen, was eine etwas tautologische Beweisführung ist. Die aber den Wert nicht schmälert, denn auch wenn sie falsch wäre, wäre sie wiederum ein Beweis des Mensch-Seins, denn Irren ist menschlich.

Unmenschliches Verhalten definiert man geläufig so, dass man keine Rücksicht auf seine Menschenbrüder nimmt, die den Erdenrund mit einem teilen. Wenn man eine Vormacht-Stellung für seinen eigenen Vorteil ausnutzt, oder wenn man eine Beziehung derart gestaltet, dass nur einer davon etwas hat. Das nennt man hierzulande aaschig, ohne r gesprochen.

Das trifft sicher auf einige Immobilien-Investoren zu, sicher nicht auf alle. Aber wie auf einem Schulhof reicht es, wenn eine Minderheit sich aaschig verhält, um die ganze Gemeinschaft in eine Schieflage zu bringen. Das wollen wir von der W-V-L tun indem wir an den EU-Wahlen teilnehmen, und dafür brauchen wir noch rund 2.000 Unterschriften. Von Euch! Auf einem Formular des Bundeswahlleiters, das ihr hier herunterladen könnt, ausdrucken, ausfüllen abschicken. In Zeiten von Digital ein Unding. Aber durch diese Tätigkeit wird man richtig Mensch!

Dann wiederum sagte Shakespeare zum Mensch-Sein in seinem Stück Richard III : “No beast so fierce that knows some touch of pity.” Worauf die Hauptfigur und Ober-A… antwortete: “But I am no beast and therefore know none.” (‘Kein wildes Tier ist so grausam, dass es kein Mitleid kennt.’ – ‘Aber ich bin kein Tier und kenne deswegen keins.’)

Womit wir uns selber relativiert hätten, aber durchs irren wieder bewiesen. Mensch-Sein ist halt kompliziert. Aber wir sind ja auch nicht Schakespeare, sondern die W-V-L, die übrigens bei den EU-Wahlen antreten will und dafür noch rund 2.000 Unterschriften braucht. Von Menschen.

 

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